Nahaufnahme Brüssel

Notizen zur europäischen Hauptstadt

Erster Abend in Brüssel

Mein erster Abend in Brüssel. Ich werde ein gutes Namensgedächtnis brauchen. Und ich muss mein Englisch aufpolieren. Das wird mir schon noch wenigen Stunden in der Stadt klar.

Von oben mit dem Flugzeug kommend, präsentiert sich Brüssel als ausgedehntes Straßengewirr. Auf einer völlig flachen Ebene erstreckt sich dieses scheinbar bis zum Horizont – in Wirklichkeit versinkt die Stadt an ihren Rändern in ihrem eigenen Dunst. Als das Flugzeug zum Landeanflug ansetzt, steht die Sonne knallrot über der Stadt. Von oben sehen die Häuser wie Spielzeug aus oder wie eine am Computer simulierte Idylle. Tief unten sieht es anders aus. Aber genaueres werde ich erst noch erkunden müssen.

Jetzt liege ich hier in meinem gemieteten Zimmer und versuche zu schlafen in einer Stadt, von der ich nur den Flughafen, einen Bus, zwei Tramstationen und ein bis zwei Straßenzüge kenne. Ich befinde mich auf einer Insel im Niemandsland. Morgen werde ich es entdecken.

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