Nahaufnahme Brüssel

Notizen zur europäischen Hauptstadt

Archiv fürPraktikanten

Zur Einführung

Es gibt genug Gründe, um über Brüssel zu schreiben, selbst wenn man dort nur ein, zwei Monate gelebt hat und es derzeit nicht mehr tut. Vor allem aber gibt es diesen einen Grund: ein Praktikum in der Hauptstadt der Praktikanten.

Denn Brüssel ist nicht nur Hauptstadt des Königreichs Belgien, Hauptstadt Europas, der NATO, der Bürokratie und der gesichtslosen Bürotürme, Hauptstadt des Biers und des Kriek, der Fritten und des deftigen Essens, der Waffeln und moules frites, der hässlichsten und der schönsten Architektur nebeneinander oder Hauptstadt der Comics. Nein, Brüssel ist vor allem die Hauptstadt der Praktikanten (Spiegel Online, 04.01.08).

Die unzähligen Institutionen der EU, die Vertretungen verschiedener Regionen und Länder und vor allem die Büros der allgegenwärtigen Lobbygruppen ziehen jährlich mehrere tausend stagiaires (englisch ausgesprochen) in die Stadt. Wenn sie gehen müssen, treffen sie sich am überdimensionierten Flughafen mit Übergepäck wieder. Darin unter vielen Visitenkarten und vielleicht der einen oder anderen Flasche belgischen Biers viele Erinnerungen an eine intensive Zeit in Brüssel.

Denn Brüssel bietet mehr als Manneken Pis oder das Atomium. Wer sich nicht nur oberflächlich mit Brüssel beschäftigt, entdeckt eine interessante, vielfältige Stadt in ständiger Verwandlung und mit zahlreichen Geheimtipps. Eine Stadt des Alten und Neuen nebeneinander und eine Stadt der endlosen Möglichkeiten für einen Praktikanten. Wenn man am Flughafen steht, hat man noch lange nicht alles gesehen. Und noch im Flieger schwört man sich, zurückzukommen.

Hierum soll es in diesem Blog gehen: Geschichten über das Ankommen, Leben und Arbeiten in der Stadt der Praktikanten. Aus der Sicht eines, der zurückkehren wird.